Eisbäriger Besuch

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Am Samstag den 06.06.2015 klärte Greenpeace Lüneburg die Passanten in der Fußgängerzone über die Folgen der geplanten Ölförderung durch Shell in der Arktis, die daraus resultierende Umweltverschmutzung und die Gefahren für das sensible Ökosystem des Gebietes auf.

Stellvertretend für die notleidende Tierwelt in der Polarregion, deren Lebensraum durch Klimaerwärmung und Umweltverschmutzung immer mehr eingeengt wird, war die täuschend echt aussehende Attrappe einer Eisbärin mit Namen Paula zu Gast. Paula war auch der Magnet, der Jung und Alt an den Infostand der Naturschutzorganisation lockte. Hier verteilten die Greenpeace-Aktiven Informationsmaterial sowie Sticker, Buttons und Aufkleber zum Thema Arktis. Außerdem lagen Unterschriftenlisten aus, auf denen Passanten mit ihrer Unterschrift die Forderung von Greenpeace für ein Schutzgebiet in der Arktis unterstützen konnten, wovon rege Gebrauch gemacht wurde.

Eisbärin Paula bewegte sich unter menschlicher Mithilfe im Schneckentempo durch die Fußgängerzone, machte so auf die Nöte ihrer "echten" Artgenossen in der Arktis aufmerksam und konnte damit einige Sympathien gewinnen. Die Aktion in Lüneburg war Teil der bundesweiten Greenpeace-Kampagne gegen Ölbohrungen in der Arktisregion. Hintergrund: US-Präsident Obama hat eine ältere Lizenzvergabe aus dem Jahr 2008 für die Öl- und Gasförderung durch Shell in der arktischen Tschuktschensee kürzlich für rechtmäßig erklärt, obwohl es 2012 zu mehreren schweren Pannen und Unfällen gekommen war, worauf die Probebohrungen ruhen mussten.