Protest gegen Tropenholz

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Am 16. April 2018 protestierte die Greenpeace-Gruppe Lüneburg in Deutsch Evern gegen die Sanierung einer Fußgängerbrücke mit dem Tropenholz Bongossi.

Hintergrund: Die im Jahre 1984 erbaute Bongossi-Brücke soll nach Plänen der Gemeinde nun mit der selben Holzart saniert werden, immerhin elf Kubikmeter. Verschiedene Umweltschutzgruppen haben die Samtgemeinde Ilmenau sowie deren Mitgliedsgemeinde Deutsch Evern im Vorfeld mehrfach darauf hingewiesen, dass das aus den afrikanischen Tropen stammende Bongossi inzwischen vom Aussterben bedroht ist und nicht aus nachhaltiger Waldwirtschaft stammt. Abgesehen davon schwindet der Tropenwaldgürtel um die Erde mit seiner unerschöpflichen Artenvielfalt und seiner wichtigen Funktion als Klimaregulator in einem dramatischen Ausmaß (129 Millionen Hektar seit 1990), auch Umweltsiegel wie der "Forest Stewartship Council" (FSC) haben daran nichts geändert. Aus diesem und anderen Gründen ist Greenpeace kürzlich aus dem FSC ausgetreten.

Greenpeace hat der Gemeinde auch tropenholzfreie Alternativen genannt sowie ein persönliches Gespräch angeboten, jedoch haben die Gemeindeverantwortlichen sämtliche Versuche der Kontaktaufnahme durch Greenpeace und eine andere Waldschutzorganisation ignoriert. Insbesondere als Mitglied des sogenannten "Klimabündnisses" hatte sich Deutsch Evern eigentlich verpflichtet auf Tropenholz aus Raubbau zu verzichten. So sahen wir uns gezwungen, am letzten Montag öffentlichkeitswirksam an Ort und Stelle zu demonstrieren und auf das Problem der Regenwaldzerstörung aufmerksam zu machen.

Tropenholz gehört in den Wald und nicht auf Baustellen!

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