Wassermesstour in Lüneburg

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Am 16.8. haben wir zusammen mit Greenpeace Deutschland Messproben aus verschiedenen Oberflächengewässern genommen. Zu Beginn des Tages haben wir aus der Ilmenau bei Schröders Garten eine Wasserprobe entnommen. Diese wurde auf den Nitrat- und Phosphatgehalt gemessen und zur Messung der multiresistenden Keime an ein Labor geschickt. 

Am Mittag hatten dann alle Interessierten die Möglichkeit eine Wasserprobe aus einem Oberflächengewässer in ihrer Nähe mitzubringen. Diese Proben wurden auf ihren Nitratgehalt gemessen. Wir haben verschiedene Proben erhalten, beispielweise aus dem Hasenburger Bach und aus der Luhe. Spontan haben wir eine Probe aus dem Kreidebergsee entnommen, da dieser in der Nähe des Marktplatzes liegt und bis dahin keine Probe vorlag. 

Diese Aktion war Teil der Wassermesstour, die in über 20 Städten in Deutschland stattfand. Der Hintergrund dieser Aktion ist, dass bundesweit nur zehn Prozent der natürlichen Fluss- und Bachabschnitte in einem guten oder sehr guten ökologischen Zustand sind. Zu viel Gülle aus der Tierhaltung, die auf deutschen Äckern genutzt wird, gefährden das Grundwasser. Im Eu-Vergleich steht lediglich Malta noch schlechter da als Deutschland.  Die Überdüngung gefährdet neben dem Trinkwasser auch Flüsse, Seen und Meere und dadurch leidet die Artenvielfalt. Es kann zu Massenvermehrung von Algen und zur Bildung sogenannter "toter Zonen" wegen Sauerstoffmangel kommen. 

 

 

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